Apotheken A

Neue Entwicklungen im Gesundheitswesen

Importarzneimittel und Aut idem Austausch

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde

Die Gesetzeslage im Gesundheitswesen hat sich geändert.
Ihr Arzt und Ihr Apotheker sind verpflichtet, bei identischen Alternativen preisgünstige Alternativen zu verordnen bzw. abzugeben.
Dabei können Sie sich darauf verlassen, dass Ihr Arzt oder Apotheker genau das richtige Arzneimittel ausgewählt haben.

Importarzneimittel... sind entweder im Ausland hergestellt und nach Deutschland importiert worden oder in Deutschland für die Verwendung im Ausland hergestellt und dann aus dem Ausland wieder zurückimportiert worden. Importarzneimittel sind häufig anders verpackt als das Originalpräparat. Auch der Name kann leicht vom deutschen Namen abweichen. Das Importarzneimittel unterliegt denselben Kontrollen wie jedes Originalpräparat auch. Es ist ebenfalls in Deutschland zugelassen.

Aut idem Austausch

Bei einigen länger bekannten Arzneistoffen, die von verschiedenen Arzneimittelherstellern zu Medikamenten verarbeitet werden, hat der Gesetzgeber eine Preislinie festgelegt, bis zu der die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen. Wird nun von Ihrem Arzt ein Arzneimittel verordnet, das teurer ist, so müssen wir einen Austausch gegen ein preisgünstigeres Arzneimittel vornehmen; es sei denn von Ihrem Arzt wird ausdrücklich ein Austausch ausgeschlossen.

Übrigens: Ihre Krankenversicherung und geltende Gesetze räumen Ihnen als gesetzlich versichertem Patienten keine Möglichkeit ein, durch Sonderzahlungen o.ä. diese Vorschriften zu umgehen.



80 Prozent haben zu hohen Blutdruck
 
Bei der Diskussion um die Chroniker-Programme (DMP) geht es auch darum, was außer der antidiabetischen Therapie zur Behandlung gehören soll. Die „gefäßorientierte“ Diabetes-Therapie zielt darauf ab, Herz-Kreislauf-Risikofaktoren in den Griff zu bekommen
 
Nach neuen Daten aus der IRIS-Studie (Assessment of Insulin Resistance In Subjects with Type 2 Diabetes) mit 4500 Patienten haben bis zu 80 Prozent der Typ-2-Diabetiker Fettstoffwechselstörungen und einen zu hohen Blutdruck. Privatdozent Dr. Johannes Mann vom Klinikum München-Schwabing plädiert daher für eine Blutdrucksenkung unter 140/80 mmHg. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft, die Deutsche Hochdruckliga sowie die Gesellschaft für Nephrologie raten Diabetikern, ihren Blutdruck unter 135/85 mmHg zu senken, wenn möglich noch niedriger. Die „gefäßorientierte“ Diabetes-Therapie zielt also darauf ab, Herz-Kreislauf-Risikofaktoren in den Griff zu bekommen.
Prof. Mann empfiehlt dazu eine „risikoadaptierte“ Strategie: Bei niedrigem kardiovaskulärem Risiko wird mit Diuretika, Betablockern oder ACE-Hemmer begonnen; bei hohem Risiko mit einem ACE-Hemmer. Wird der nicht vertragen, rät Mann zu einem Angiotensin-II-Antagonisten.
Patienten, bei denen eine Monotherapie nicht ausreicht, werde zunächst auf eine Zweierkombination umgestellt. Bevorzugte Kombipartner bei KHK sind Betablocker, sonst Diuretika. Einige Patienten brauchen auch Drei- und Vierfachkombinationen unter Hinzunahme eines Kalziumantagonisten, so Mann.
Weitere Ziele der „gefäßschützenden“ Diabetestherapie fasste Professor Eberhard Standl aus München zusammen: HbA1C-Wert von 6,5 Prozent und darunter, Blutzuckerwerte unter 100 mg/dl nüchtern und unter 140 mg/dl nach dem Essen, LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl und HDL-Cholesterin über 40 mg/dl.



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